Pressemitteilung der AfD, Kreisverband Waldeck-Frankenberg vom 04.08.2015

Umverteilung schafft keine Stellen

Volkmarsen, 04.08.2015 (thu). Die AfD in Waldeck-Frankenberg widerspricht der Behauptung von Armin Schwarz, neue Lehrerstellen in Hessen zu schaffen. Dies hatte der bildungspolitische Sprecher der CDU Landtagsfraktion am Rande der Schülerproteste in Bad Arolsen verlautbaren lassen.

„Durch die Umverteilung von bestehenden Lehrkräften an andere Schulen werden keine neuen Stellen geschaffen“, erklärt Jens Peschel, stellvertretender Sprecher der AfD in Waldeck-Frankenberg. Neue Stellen könnten nur durch tatsächliche Neueinstellungen geschaffen werden, nicht durch Rechenspiele. Wenn Herr Schwarz behaupte, dass 300 neue Stellen geschaffen werden, in dem einzig die vorhandenen Lehrer neu eingesetzt werden, dann müssen wir uns schon sehr wundern, so Peschel weiter.

Die Schüler und auch die Eltern protestieren nicht ohne Grund. Es sei bedauerlich, dass Herr Schwarz und die hessische CDU sich im Vorfeld nicht ansatzweise mit den Folgen ihrer Bildungspolitik befasst haben. Die AfD verweist hierzu insbesondere auf den Ausschluss der Lehrer von der Mitarbeit am Bildungsgipfel.

Als Folgen der Umverteilungspolitik sieht die AfD unter anderem eine Spaltung der Lehrerschaft. Hier werde eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geschaffen: Lehrern, die aufgrund ihrer Unterrichtsfächer umverteilt werden können stehen die Lehrer gegenüber, die abkömmlich seien. Notwendige Fahrzeiten zwischen den jeweiligen Unterrichtsorten werden dabei ebenso wenig berücksichtigt wie erforderliche Absprachen im Kollegium.  Diese führe zu einer erhöhten Belastung der so umverteilten Lehrer und berge die Gefahr eines höheren Krankenstandes. Gleichzeitig werde durch die Schulämter Druck auf die Schulleitungen ausgeübt, um die Vorgaben der Politik zu erfüllen.

„Verlierer sind ganz klar die Lehrer und die Kinder“ führt Peschel weiter aus. Selbst vor Inklusionsklassen mache diese Umverteilung nicht halt. So bleibe der Einsatz von Herrn Schwarz für Inklusion nichts weiter als ein Lippenbekenntnis. Die AfD lädt Herrn Schwarz ein, in der Sommerpause mit den Lehrern und den Schulleitungen in seinem Wahlkreis in den Dialog zu treten, um die Folgen seiner Umverteilung erfahrbar zu machen.